Plastikarm hilft dir, Materialien, Inhaltsstoffe und Alltagsprodukte besser einzuschätzen.

Wir testen Produkte im echten Familienalltag, recherchieren die verwendeten Materialien und zeigen verständlich, was überzeugt – und wo Nachteile oder offene Fragen bleiben. Empfohlen wird nur, was sich bei uns bewährt hat und wir selbst mit gutem Gewissen verwenden.

So kannst du unnötigen Kunststoff und potenziell problematische Stoffe Schritt für Schritt reduzieren, ohne dich stundenlang durch Studien, Werbeversprechen und Etiketten kämpfen zu müssen.

Unser Ziel ist nicht ein vollkommen plastikfreies Leben um jeden Preis. Wir möchten bessere Entscheidungen treffen: für unsere Familie, einen bewussteren Umgang mit Ressourcen und eine lebenswerte Umwelt.

Ehrliche Orientierung statt Greenwashing.

Warum wir Kunststoff und potenziell problematische Stoffe reduzieren

Nicht jedes Produkt aus Kunststoff ist automatisch gesundheitsschädlich – und nicht jede plastikfreie Alternative ist automatisch besser. Trotzdem gibt es gute Gründe, unnötigen Kunststoff bewusst zu reduzieren.

Viele Kunststoffe werden aus fossilen Rohstoffen hergestellt. Je nach Kunststoff und Verwendungszweck können sie unterschiedliche Zusatzstoffe enthalten, die beispielsweise für Farbe, Flexibilität, Stabilität oder UV-Beständigkeit sorgen.

Bei Verpackungen, Trinkflaschen, Brotdosen und anderen Materialien mit Lebensmittelkontakt können Bestandteile auf Lebensmittel oder Getränke übergehen. In der EU gelten deshalb gesetzliche Sicherheitsanforderungen und Migrationsgrenzwerte. Wie stark Stoffe übergehen können, hängt unter anderem vom Material, vom Lebensmittel, von der Temperatur, der Kontaktdauer und der vorgesehenen Verwendung ab.

Durch Alterung und mechanische Beanspruchung können Kunststoffprodukte ausserdem kleine Partikel freisetzen. Mikro- und Nanoplastik wurde bereits in der Umwelt, in Lebensmitteln, in Trinkwasser und in der Luft nachgewiesen. Welche gesundheitlichen Folgen die alltägliche Aufnahme für Menschen haben kann, ist noch nicht abschliessend geklärt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat bisher keine vollständige Risikobewertung abgeschlossen. Auch die Weltgesundheitsorganisation beschreibt weiterhin wichtige Wissenslücken.

Wir möchten deshalb keine Angst verbreiten. Statt jedes Kunststoffprodukt pauschal abzulehnen, schauen wir genauer hin: besonders bei direktem Lebensmittelkontakt, häufiger Erwärmung, sichtbarer Abnutzung und kurzlebigen Einwegprodukten.

Wo es im Alltag sinnvoll ist, bevorzugen wir langlebige und wiederverwendbare Alternativen. Ein bereits vorhandenes, intaktes Produkt weiterzuverwenden kann dabei sinnvoller sein, als es vorschnell durch etwas Neues zu ersetzen.

Unser Ansatz lautet deshalb: weniger unnötiger Kunststoff, bewusster ausgewählte Materialien und ehrliche Entscheidungen ohne Perfektionsdruck.

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